Schadstoffe

Die Schadstoffbelastung reduzieren. „Die Schadstoffbelastung in Datteln ist enorm. Die Gesundheit der Menschen ist durch die Emissionen der Industrie gefährdet“ so Vertreter des Ärztezusammenschlusses Vestnet, die bei einigen Patienten Arsen im Urin festgestellt haben. Die Kritiker fordern daher Untersuchungen, um die Situation schnell zu klären. Die Feinstaub- und Arsenbelastung müssten dringend reduziert werden, zum Schutz der Umwelt und der Bevölkerung.

Belastung geringer als angenommen. Seitdem wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt: Bodenuntersuchungen in Datteln Süd zu Arsen und Cadmium und eine Analyse der Belastung von Pflanzen aus Anbau in Datteln und Waltrop. Das Ergebnis: Entwarnung. Die Werte liegen deutlich unterhalb der Grenzwerte und die Belastung ist wesentlich geringer als angenommen. Auch die Feinstaubbelastung in Datteln Süd ist geringer als befürchtet. Der Aktionsplan, der nach der Messung 2006 erforderlich schien, ist nicht mehr notwendig. Der Grenzwert wurde 2007 zwei Mal weniger als die zulässigen 35 Mal überschritten – ganz im Gegensatz zu bis zu 70 Mal in anderen Ruhrgebietsstädten.

Die Arbeit des Forums. Obwohl die Daten zur Belastung bekannt waren, wurde die Diskussion erst durch das Forum umfassend und öffentlich geführt. Zurecht, denn die Werte waren alarmierend. Damit hat das Forum zusammen mit Behörden und externen Gutachtern wichtige Aufklärungsarbeit geleistet – auch ohne direkten Zusammenhang mit dem Kraftwerksbau. Die Zusagen der öffentlichen Diskussion sind jetzt in drei wichtigen Punkten erfüllt: Messstellen wurden aus- und aufgebaut. Der Arsenwäscher bei Ruhrzink läuft. Weitere Maßnahmen sollen folgen. Auch das Thema Feinstaub wird weiter beobachtet. Das Thema liegt nun wieder in den Händen der Politik und Behörden, die dafür zuständig sind, aber das Forum bleibt am Ball.