Baustellenverkehr
Wo und wann rollen die Mehrtonner? Während der Baufeldvorbereitung sowie der Errichtungsphase wesentlicher Kraftwerkskomponenten rollten täglich bis zu 100 LKW über die Kreisstraße 14. Wie hat sich dieser Verkehr auf die Qualität der Straßen ausgewirkt?
Straßen, kaputt und schmutzig? Das Thema Baustellenverkehr war von Anfang an auf der Agenda des Forums. "Die schweren und dreckigen LKW verschmutzen die Straßen rund um die Baustelle und machen den Fahrbahnbelag kaputt", beklagten die Kritiker. Die K14 sei in einem schlechten Zustand.
So wenig Fahrten wie möglich. „Wir halten den Verkehr rund um die Baustelle so gering wie möglich“, sagt E.ON. Deshalb stelle der Konzern den Beton selbst her, den er für den Bau am neuen Kraftwerk braucht. Dies reduziere den LKW-Verkehr am Tag, nachts würden die LKW gar nicht fahren. Außerdem fahren E.ON zufolge die LKW durch eine Reifenwaschanlage, bevor sie die Baustelle verlassen. Das reduziere die Verschmutzung der Straßen.
Die Arbeit des Forums. Beim Thema Baustellenverkehr haben die Teilnehmer des Forums zunächst Informationen ausgetautscht: E.ON erfuhr vom Unmut der Anwohner und konnte reagieren. Das Ergebnis des Dialogs: konkrete Maßnahmen, wie die Reifenwaschanlage oder die Mitfinanzierung der Straßenreparatur.
Die K14. Die Kreisstraße 14 ist in einem schwierigen Zustand und das Forum beschäftigt sich schon seit seiner ersten Sitzung mit dem Thema. Die Sanierung der K14 ist zwar Aufgabe des Landkreises, aber E.ON hatte sich schon früh dazu bereit erklärt, sich an den Kosten der Baumaßnahmen zu beteiligen. Ursprünglich war eine Sanierung nach Fertigstellung des Neubaus Datteln 4 geplant. Doch die Inbetriebsetzung verzögert sich, die K14 ist heute in einem so schlechten Zustand, dass teilweise nur Tempo 20 erlaubt ist. 2011 kam das Thema Sanierung ein weiteres Mal auf die Tagesordnung des Forums. "Der Zustand ist inzwischen wirklich untragbar", so ein Forumsmitglied.
Das Forum beschloss, einen Brief an den Landkreis zu schreiben und zu fragen, wann die Sanierung geplant sei. Die Antwort: Die Sanierung der K 14 sei für Ende 2011 eingeplant gewesen, aus organisatorischen und zeitlichen Gründen habe man die Maßnahme jedoch nicht umsetzen können. Für 2012 sei eine Sanierung vorrangig eingeplant, vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung durch die Bezirksregierung Münster. "Die K14 war schon zu Beginn des Kraftwerksbaus in keinem guten Zustand. Es besteht außerdem kein Rechtsanspruch für eine finanzielle Beteiligung von E.ON", sagte Neubauprojektleiter Dr. Andreas Willeke im Forum. Trotzdem beteilige sich E.ON gerne an einer Sanierung, so wie schon anfangs zugesagt. Das bekräftigte Willeke auch noch einmal vor den Forumsmitgliedern: Das Unternehmen wird einen Teil der Baukosten tragen.