Datteln, 06. Oktober 2011. Über die Prüfung verschiedener Anlagenvarianten
eines möglichen Kraftwerksneubaus informierten sich
die Mitglieder des Kraftwerksforums Datteln beim Treffen am Donnerstag.
Dazu ließen sie sich von Gutachtern erläutern, wie die Alternativen
aus städtebaulicher Sicht geprüft werden.
Das Forum interessierte sich unter anderem für die geprüften Alternativen
bei der Ammoniaklagerung, Rauchgasreinigung, Dampferzeugung,
Rückkühltechnologie und Kohlelagerung. Eva Maria Schmitz von
der Tauw GmbH gab einen Überblick, welche technischen Alternativen
untersucht werden. Im Rahmen der Erarbeitung des vorhabenbezogenen
Bebauungsplanes hat die Stadt Datteln die Tauw GmbH mit
der fachlich-technischen Beratung im Planungsverfahren beauftragt.
Die Fachleute der Tauw GmbH übernehmen die unabhängige Prüfung
von z.B. Gutachten von im Projekt beteiligten Dritten sowie die Beratung
der Verwaltung. Auf die erarbeiteten Ergebnisse und Vorschläge
zur Vorzugsvariante nahm Schmitz keinen Bezug. Denn hierüber müssen
zunächst der Fachausschuss und der Rat befinden.
Dietmar Mücke von Planquadrat Dortmund erläuterte die städtebauliche
Bewertung von Alternativen. Planquadrat Dortmund erarbeitet den vorhabenbezogenen
Bebauungsplan und die Flächennutzungsplanänderung
im Auftrag der Stadt. Als Grundlage für die Auswahl der relevanten Bewertungskriterien
dienen die nach Baugesetzbuch zu berücksichtigenden
Belange, Bewertungskriterien aus dem städtebaulichen Zielsystem und
die best-verfügbare Technik unter Abwägung unterschiedlicher Kriterien.
In einer Bewertungsmatrix werden alle Belange betrachtet, die betroffen
sein können. Dabei werden Varianten zu den einzelnen Anlagenbestandteilen
des Kraftwerks nach den jeweiligen städtebaulich relevanten Auswirkungen
– etwa mit Blick auf Luftqualität, Lärm oder Landschaftsbild –
geprüft und anhand relevanter Kriterien miteinander verglichen. Mücke
erläuterte auch das weitere Vorgehen. Derzeit sei Planquadrat damit
beschäftigt, die Alternativen zu bewerten. Die ersten Bewertungsergebnisse
für die Alternativen der Ammoniaklagerung und der Rauchgasreinigung
werden zunächst im Fachausschuss der lokalen Politik vorgestellt.
Bis Dezember sollen laut aktuellem Zeitplan alle Alternativen vorliegen.
Forumsmitglied Karl-Heinz Marscheider berichtete aus Sicht der
Stadt Datteln zum Stand der 7. Änderung des Regionalplans. Die
Öffentlichkeit habe die Möglichkeit, zum Planentwurf, zur Planbegründung,
zum Umweltbericht und zu weiteren Unterlagen Stellung zu nehmen.
Laut Marscheider liegen die Unterlagen noch bis zum 31. Oktober
2011 aus.
Im Kraftwerksforum kommen Interessenvertreter aus der ganzen
Region zusammen und klären die Fakten rund um den geplanten
Kraftwerksausbau. Sie sprechen offen miteinander, tauschen Informationen
aus und bringen sich auf einen Wissensstand. Dabei nutzen
sie auch das Wissen externer Experten. Das Forum bestimmt
selbst die Themen, die es bearbeiten möchte.
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